Sie sagten er k„me von NЃrnberg her und er spr„che
Kein Wort. Auf dem Marktplatz standen sie um ihn her und begafften
Ihn dort. Die einen raunten: "Er ist ein Tier", die andren fragten
:"Was will der hier?" Und daб er sich zum Teufel scher'. "So jagt
Ihn doch fort, so jagt ihn doch fort!"

Sein Haar in Str„hnen und wirre, sein gang war gebeugt.
"Kein Zweifel dieser Irre ward vom Teufel gezeugt." Der Pfarrer reichte
Ihm einen Krug voll Milch, er sog in einem Zug. "Er trinkt nicht von
Geschirre, den hat die W”lfin ges„ugt!"

Mein Vater, der in unserem Dorf der Schulmeister war,
Trat vor ihn hin, trotz b”ser Worte rings aus der Schar; er sprach
Zu ihm ganz ruhig, und der Stumme ”ffnete den Mund und stammelte die
Worte: "Heiбe Kaspar".

Mein Vater brachte ihn ins Haus, "Heiбe Kaspar"! Meine
Mutter wusch seine Kleider aus und schnitt ihm das Haar. Sprechen
Lehrte mein Vater ihn, lesen und schreiben, und es schien, was man
Ihn lehrte, sog er in sich auf - wie gierig er war!

Zur Schule geh”rte derzeit noch das љttinger Feld, Kaspar
Und ich pflЃgten zu zweit, bald war alles bestellt; wir hegten und
Pflegten jeden Keim, brachten im Herbst die Ernte ein, von den Leuten
Vermaledeit, von deren Hunden verbellt.

Ein Wintertag, der Schnee war frisch, es war Januar.
Meine Mutter rief uns:"Kommt zu Tisch, das Essen ist gar" Mein Vater
Sagte: "... Appetit", ich wartete auf Kaspars Schritt, mein Vater
Fragte mЃrrisch: "Wo bleibt Kaspar?"

Wir suchten, und wir fanden ihn auf dem Pfad bei dem
Feld. Der Neuschnee wehte Ѓber ihn, sei Gesucht war entstellt, die
Augen angstvoll aufgerissen, sein Hemd war blutig und zerrissen. Erstochen
Hatten sie ihn dort am љttinger Feld!

Der Polizeirat aus der Stadt fЃllte ein Formular, "Gott
Nehm ihm in seine Gnad", sagte der Herr Vikar. Das љttinger Feld liegt
Lang schon brach, nur manchmal bell'n mir noch die Hunde nach, dann
Streu ich ein paar Blumen auf den Pfad, fЃr Kaspar.




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