Wie fuehlt man sich als Schnee von morgen?
Als Bombe, die nicht richtig tickt?
Als Teilchen ohne Masse,
Als Welt, die nie das Licht erblickt?
Dein Feuerschiff ist fast schon gesunken.
Ein Saegefish umkreist deinen Sitz.
Lach immerzuletzt!
Denn wenn's dich vorher zerfetzt,
Verstehst du icht den wirklichen Witz.
Heul mit den Woelfen.
Streich um die Haeuser.
Warte in der Winterwelt,
Bis irgendwer vom Schlitten faellt.
Dann fass!
Versuch mal, dein Gesicht zu verlieren.
Kommen endlich aus der Jungfernhaut raus!
Du laesst es einfach liegen,
Im Herrenklo, vorm Fliegen,
Und setz bloss keinen Finderlohn aus.
Verschreibe deinem Schmerz Tempo Hundert,
Sonst macht statt dir der Doktor den Schnitt.
Den Kopf hoch von der Schiene!
Mach endlich gute Miene,
Mach endlich ohne Handbremse mit!
Heul mit den Woelfen.
Streich um die Haeuser.
Warte in der Winterwelt,
Bis irgendwer vom Schlitten faellt.
Dann fass!
Was hast du davon, dir in einsamer Unschuld
die schweissnassen Haende zu reiben?
Gib's zu, du warst immer ein schlechter Verlierer.
Warum laesst du's dann nicht einfach bleiben?
Heul mit den Woelfen.
Streich um die Haeuser.
Warte in der Winterwelt,
Bis irgendwer vom Schlitten faellt.
Dann fass!

Text: Heinz Rudolf Kunze
Musik: Heiner Luerig




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